Die Privathaftpflichtversicherung der Degenia deckt im Tarif T23 auch Gewässerschäden aus dem Anlagerisiko ab – etwa als Inhaber von Heizöl- oder Gastanks sowie von Anlagen zur Lagerung gewässerschädlicher Stoffe. Erfahre, welche Volumengrenzen je Tarifvariante gelten, wie hoch die Versicherungssumme ist und was bei Geothermie, Eigenschäden und Rettungskosten versichert ist.
Versicherte Eigenschaften, Tätigkeiten (versichertes Risiko):
Versichert ist im Umfang der nachfolgenden Bestimmungen die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers als Inhaber:
a) von Heizöl- oder Gastanks auf den in A 1-6.3.1 genannten Grundstücken.
- classic: Bis 6.000 Liter
- premium: ohne Volumenbegrenzung
- optimum: ohne Volumenbegrenzung
b) der im Versicherungsschein und seinen Nachträgen angegebenen Anlagen zur Lagerung von gewässerschädlichen Stoffen und aus der Verwendung dieser gelagerten Stoffe für unmittelbare oder mittelbare Folgen (Personen-, Sach- und Vermögensschäden) einer nachteiligen Veränderung der Wasserbeschaffenheit eines Gewässers einschließlich des Grundwassers (Gewässerschäden).
Geothermie:
Eine Geothermie-Anlage ist eine Anlage, in der Erdwärme dem Untergrund entnommen, aufbereitet und an ein Folgesystem (z. B. Wärmetauscher, Heizanlagen) abgegeben wird. Alle oberirdischen Anlagenteile gehören nicht zu der Geothermie-Anlage im Sinne dieser Bedingungen. Dies gilt gleichermaßen für Flächengeothermie und Geothermie mittels Bohrung.
Versichert sind Pflichten oder Ansprüche gem. A 2-1.1 wegen Schäden ausschließlich im Zusammenhang mit Flächengeothermie-Anlagen (z. B. Erdkollektoren, Erdwärmekörbe).
Regelungen zu mitversicherten Personen:
a) Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht der Personen, die der Versicherungsnehmer durch Arbeitsvertrag mit der Verwaltung, Reinigung, Beleuchtung und sonstigen Betreuung der Grundstücke beauftragt hat für den Fall, dass sie aus Anlass dieser Verrichtung in Anspruch genommen werden.
b) Ausgeschlossen sind Haftpflichtansprüche aus Personenschäden, bei denen es sich um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten im Betrieb des Versicherungsnehmers gemäß dem Sozialgesetzbuch VII handelt. Das gleiche gilt für solche Dienstunfälle gemäß den beamtenrechtlichen Vorschriften die in Ausübung oder infolge des Dienstes Angehörigen derselben Dienststelle zugefügt werden.
Begrenzung der Leistungen (Versicherungssumme):
Die Entschädigungsleistung des Versicherers ist bei jedem Versicherungsfall im Rahmen der vereinbarten Versicherungssumme begrenzt auf – je Tarifvariante – pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden je Versicherungsfall.
- classic: 5 Mio. EUR
- premium: 5 Mio. EUR
- optimum: 5 Mio. EUR
Die Gesamtleistung für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres beträgt höchstens das Zweifache dieser Summe.
Rettungskosten:
Versichert sind:
- a) Aufwendungen, auch erfolglose, die der Versicherungsnehmer im Versicherungsfall zur Abwendung oder Minderung des Schadens für geboten halten durfte (Rettungskosten), sowie
- b) außergerichtliche Gutachterkosten.
Dies gilt nur insoweit, als diese Rettungs- und Gutachterkosten zusammen mit der Entschädigungsleistung die Versicherungssumme für Sachschäden nicht übersteigen.
Auf Weisung des Versicherers aufgewendete Rettungs- und außergerichtliche Gutachterkosten werden auch insoweit von ihm übernommen, als sie zusammen mit der Entschädigung die Versicherungssumme für Sachschäden übersteigen. Eine Billigung des Versicherers von Maßnahmen des Versicherungsnehmers oder Dritter zur Abwendung oder Minderung des Schadens gilt nicht als Weisung des Versicherers.
Eigenschäden:
Versichert sind abweichend von A 1-3.1 – auch ohne dass ein Gewässerschaden droht oder eintritt – Schäden an unbeweglichen Sachen des Versicherungsnehmers, die dadurch verursacht werden, dass die gewässerschädlichen Stoffe bestimmungswidrig aus der Anlage ausgetreten sind. Der Versicherer ersetzt die Aufwendungen zur Wiederherstellung des Zustands, wie er vor Eintritt des Schadens bestand. Eintretende Wertverbesserungen sind abzuziehen.
Ausgeschlossen bleiben Schäden an der Anlage selbst.
Von jedem Schaden hat der Versicherungsnehmer 250 EUR selbst zu tragen.
Ausschlüsse:
a) Ausgeschlossen sind Versicherungsansprüche aller Personen, die den Schaden durch vorsätzliches Abweichen von den dem Gewässerschutz dienenden Gesetzen, Verordnungen, an den Versicherungsnehmer gerichteten behördlichen Anordnungen oder Verfügungen herbeigeführt haben.
– findet keine Anwendung,
b) Ausgeschlossen sind Ansprüche wegen Schäden, die nachweislich
- auf Kriegsereignissen, anderen feindseligen Handlungen, Aufruhr, inneren Unruhen, Generalstreik, illegalem Streik oder
- unmittelbar auf hoheitlichen Verfügungen oder Maßnahmen beruhen.
Das Gleiche gilt für Schäden durch höhere Gewalt, soweit sich elementare Naturkräfte ausgewirkt haben.
Was bedeutet das konkret?
Wer einen Öl- oder Gastank oder eine Anlage zur Lagerung gewässerschädlicher Stoffe besitzt, kann für Schäden am Wasser oder Grundwasser haftbar gemacht werden. Diese Deckung schützt den Versicherungsnehmer als Inhaber solcher Anlagen. Je nach gewählter Tarifvariante gelten unterschiedliche Volumengrenzen für Heizöl- oder Gastanks, während die Versicherungssumme in allen Varianten gleich ist. Auch bestimmte Schäden an eigenen Gebäuden, Rettungskosten und Flächengeothermie sind unter den genannten Bedingungen abgedeckt. Diese Zusammenfassung dient nur als unverbindliche Lesehilfe.
Häufige Fragen
Bis zu welchem Volumen sind Heizöl- oder Gastanks versichert?
In der Tarifvariante classic bis 6.000 Liter, in premium und optimum ohne Volumenbegrenzung.
Wie hoch ist die Versicherungssumme bei Gewässerschäden?
Die Entschädigung ist je Versicherungsfall pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden begrenzt – in allen drei Tarifvarianten (classic, premium, optimum) auf 5 Mio. EUR. Die Gesamtleistung für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres beträgt höchstens das Zweifache dieser Summe.
Ist Geothermie mitversichert?
Versichert sind Schäden ausschließlich im Zusammenhang mit Flächengeothermie-Anlagen, zum Beispiel Erdkollektoren oder Erdwärmekörbe. Oberirdische Anlagenteile gehören nicht zur Geothermie-Anlage im Sinne dieser Bedingungen.
Gibt es bei Eigenschäden eine Selbstbeteiligung?
Ja, von jedem Schaden hat der Versicherungsnehmer 250 EUR selbst zu tragen. Schäden an der Anlage selbst bleiben ausgeschlossen.
Welche Schäden sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen?
Ausgeschlossen sind unter anderem Ansprüche von Personen, die den Schaden durch vorsätzliches Abweichen von Gewässerschutzvorschriften verursacht haben, sowie Schäden durch Kriegsereignisse, innere Unruhen, hoheitliche Verfügungen oder höhere Gewalt durch elementare Naturkräfte.
Dokumentenversion (Veröff. Jahr): 2024